Die 2. Bankreise führte nach Schottland

Nachdem die Raiffeisenbank Schaafheim im vergangenen Jahr mit dem Golf von Neapel die südlichen europäischen Gefilde erkundet hatte, ließen sich 30 Mitglieder und Kunden in diesem Jahr von der Schönheit Schottlands begeistern. Zusammen mit Vorstandsmitglied Heiko Petry und Bankmitarbeiterin Bettina Kreuzer unternahmen sie vom 08. bis 15. September 2013 eine Rundreise durch ein Land, das von grünen Highlands, mythisch-romantischen Ruinen inmitten unverdorbener Natur und einem abwechslungsreichen Kulturangebot in den modernen Großstädten geprägt ist. 

Schottland – ein Land, in dem nicht nur die Königin, sondern auch die Raiffeisenbank Urlaub macht!

Am Flughafen in Edinburgh angekommen, nahm uns unser Reiseleiter Hans-Walter Arends in Empfang, der sich im Laufe der Reise als Schottland-Experte allererster Güte entpuppen sollte.  Nach einem Abendessen und Übernachtung im Holiday Inn in East Kilbride, startete der nächste Tag mit einer Stadtrundfahrt durch „den liebenswerten grünen Ort“, wie Glasgow aufgrund seiner mehr als 70 Parks genannt wird.  Majestätisch erhob sich auf der Weiterfahrt das auf einem Hügel gelegene Stirling Castle über das grüne Tal. Lange Zeit wurde das Schloss als Residenz der schottischen Dynastie genutzt, um später zur Militärbastion umgebaut zu werden. Besonders beeindruckend waren die herrlichen Schlossgärten und die von Jakob IV. erbaute „Große Halle“, die für offizielle Empfänge und Feste genutzt wurde. Das erste Gruppenfoto mit dem „Königspaar von Schaafheim“ auf dem schottischen Thron hinterließ einen bleibenden Eindruck… Durch unzählige Schafweiden führte uns die Fahrt in die Highlands zu einem Schäfer, der uns seine Arbeit mit den Border Collies zeigte. Diese Hunde lernen schon früh, die Schafe von den Weiden aus den Highlands in die Farmen zu treiben, was ein nur sechs Monate alter Welpe eindrucksvoll vorführte. In der Region Inverness liegt Grantown-onSpey, in dem das zweite Hotel, das Grant Arms am Abend bezogen wurde. Nach einem gemütlichen Abendessen klang der Abend an der Hotelbar mit einem Whisky aus. Der 3.Tag führte durch die oberen Highlands und wie so oft auf dieser Reise, verschwand der Regen, sobald die Reisenden den Bus verlassen hatten. Das Ziel waren die Inverewe Gärten, eine der nördlichst gelegenen botanischen Gärten der Welt. Die Freude über eine unglaubliche Blütenpracht wurde nur durch einige aufdringliche Mückenschwärme gestört. Hans führte uns im Anschluss zu einigen „Seitensprüngen“, wie er tolle Sehenswürdigkeiten abseits des regulären Reiseplans nannte. Eine wacklige Hängebrücke in 65 Meter Höhe führte über ein atemberaubende Schlucht und forderte von allen ein wenig Mut. Ohne personelle Verluste konnten wir die Fahrt fortsetzen und ließen uns anschließend von romantischen Wasserfällen und einer der ältesten Brücken Schottlands verzaubern.  Mit einem Ausflug an die Nordseeküste begann der vierte Tag. Bettina war die einzige, die sich trotz Nieselregens und rauer See mutig in die Fluten stürzte. Mit Sand zwischen den Zehen fuhren wir weiter zur schönsten Kirchenruine Schottlands. Die Kathedrale von Elgin wurde im 13. und 14. Jahrhundert durch zwei Brände zerstört. Die Überreste ragen malerisch und im Detail wunderschön inmitten der Stadt auf. In der fast vollständig erhalten Kapelle gab die „Schottische Sängervereinigung Schaafheim“ mit dem Lied „Die Rose“ ein wunderschönes Ständchen und demonstrierte uns eindrucksvoll den Klang des runden Bauwerkes.  
In einer der größten Kaschmir-Fabriken der Welt, Johnstons von Elgin, überzeugten wir uns von der Qualität dieser hochwertigen Textilien. Die Qualität des Short Breads, das wir beim Besuch von Walker´s in Aberlour on Spey vorfanden, war vielen Reisenden schon bekannt. Das süße Mürbeteig-Gebäck wird in Schottland sehr gern zur „Tea time“ gereicht. Was wäre Schottland ohne seinen weltberühmten Malt Whisky. Das Nationalgetränk wird auch als Lebenswasser bezeichnet und die größte und berühmteste Destillerie „Glenfiddich“ versteht sich hervorragend auf dessen Herstellung. 136 Millionen Liter Whisky reifen in den Fässern bis zu 70 Jahre lang. Bei der nach der Besichtigung stattfindenden Whiskyprobe sind einige von uns auf den Geschmack gekommen und haben sich ein paar Fläschchen für den Hausgebrauch mitgenommen. Mit einer Besichtigung von Inverness an der Nordküste Schottlands mit angeschlossener Freizeit zum Bummeln begann der fünfte Tag. Inverness ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirkes Highlands und liegt an der Mündung des Flusses Ness, der die Verbindung zwischen Meer und dem See Loch Ness herstellt. Und wer kennt sie nicht, die Sage des Ungeheuers vom Loch Ness? Um es vorab zu sagen: Auch uns zeigte sich „Nessie“ nicht. Dennoch war der Ausblick von Urquhart Castle auf den verwunschen See wunderschön. Die Schlossruine Urquhart liegt auf einer felsigen Halbinsel über dem Ufer des Loch Ness und zählte in ihrer Blütezeit im 13.Jahrhundert zu den größten Burgen in Schottland, was die Überreste auch noch eindrucksvoll belegen. Durch das „Tal der Tränen“, das eines der düstersten Kapitel der schottischen Geschichte symbolisiert, ging es vorbei an atemberaubenden Gipfeln und spektakulären Wasserfällen in Richtung Edinburgh. Nach einem kurzen „Seitensprung“ zu „Hamish“, dem Highland-Bullen, der durch den Film „Rob Roy“ berühmt wurde, setzten wir unsere Fahrt zum letzten Hotel unserer Reise in der Nähe von Edinburgh fort: Leapark in Grangemouth. Edinburgh ist Schottland pur! Am 6.Tag lernten die Reisenden bei einer Stadtrundfahrt die Wahlheimat und Liebe unseres Reiseleiters Hans kennen: Das Künstlerviertel, die moderne Neustadt mit der legendären Princess Street und die charmante Altstadt beeindruckten und werden nachhaltig in Erinnerung bleiben. Über allem ragt das Edinburgh Castle, das nicht nur wegen seines Ausblicks über die Stadt einen Besuch wert ist. In den Mauern dieser Anlage befinden sich der Krönungsstein und die Kronjuwelen der schottischen Könige.  Das Abfeuern einer Kanone um Punkt 13.00 Uhr vermittelte im Mittelalter den Seefahrern in der Bucht des „Firth of Forth“ die Uhrzeit und zieht heute noch hunderte Schaulustige an. Der Name der Bucht „Firth of Forth“ kann, wie uns Reiseleiter Hans aufzeigte, hervorragend zur Verbesserung der englischen Aussprache bezüglich des „th“ genutzt werden. Und so wurde fleißig geübt… Der Rest des Nachmittags wurde für eigene Erkundungen oder einen Einkaufsbummel genutzt. Dem schottischen Wetter eilt sein regnerischer Ruf ja voraus. Und dass wir die Reise nach Schottland nicht zum „Braunwerden“ angetreten haben, ist selbstverständlich. Dennoch zeigte sich gegen Ende der Woche immer mal wieder die Sonne und ließ die Schlösser und Ruinen in prächtiger Anmut erstrahlen. So auch das Tantallon Castle in North Berwick, das am 7.Tag auf dem Programm stand. Die Festung im Familienbesitz wurde am Rand der Klippen mit Blick auf den Bass Rock errichtet. Ein Leuchtturm und eine Burgruine sind die einzigen Bauwerke auf der unbewohnten Insel. Durch seine mehr als 80.000 nistenden „Bass-Tölpel“, einer Vogelart, erscheint der Felsen weiß. Der gepflegte englische Rasen inmitten der anmutigen Tantallon-Ruine liess so manchen Gartenbesitzer vor Neid erblassen. Nach einem Besuch der Abtei-Ruine von Kelso
fuhren wir weiter zum größten bewohnten Schloss Schottlands, dem Floors Castle. Der Stammsitz der Herzöge von Roxburgh strotzt nur so von Zinnen, Zwiebelkuppen, Türmchen und Figuren. Auch wegen der jahrhundertealten Bäume und der Schlossgärtnerei wurde es „immer schöner und immer interessanter“. Der schottische Abend wird uns allen in guter Erinnerung bleiben: Vorstand Heiko Petry liess es sich nicht nehmen, den Anwesenden im Kilt und zusammen mit echten Schotten und Reiseleiter Hans das schottische Nationalgericht - einen Haggis - zu zelebrieren. Wenn man nicht über die Zutaten nachdenkt, ist dieser durchaus als lecker zu bezeichnen, ganz besonders wenn das Mahl durch Dudelsackklänge untermalt wird. Petry hatte jedem Reisenden als Überraschung eine Schottland-Mütze, einen sogenannten Tammy zur Erinnerung an die Reise geschenkt.  Neben Dudelsackklängen, schottischen Liedern und Folklore, konnte auch die „Schottische Sängervereinigung Schaafheim“ mit Sangesgut begeistern, so dass der Abend rundum gelungen war. Wissen Sie, wo Prinz William studiert und seine Kate kennengelernt hat? Der letzte Tag führte in die idyllische Kleinstadt und Wiege des Golfsports, St.Andrews. Natürlich gibt es in der Universitätsstadt auch sehenswerte Ruinen: Die St.Andrews-Kathedrale und das gleichnamige Castle. Aber auch die mittelalterliche Altstadt und bei der Weiterfahrt die Brücken über den „Firth of Forth“ hinterließen einen bleibenden letzten Eindruck eines tollen Landes. Alle Mitfahrenden waren sich einig: Die Reise nach Schottland hielt, was sie versprochen hatte. Das Programm war abwechslungsreich, die Landschaften und die Kultur waren faszinierend. Aber auch die schottischen Schauergeschichten, die unser Reiseleiter Hans zum Besten gab, werden uns fehlen. Wir haben viel erlebt und viel Spaß gehabt. Auf ein Neues in 2014…